Die Geschichte der FeG Farmsen

40 Jahre Freie evangelische Gemeinde Hamburg-Farmsen –das haben wir schon 2011 gefeiert und so manch einer mag sich dafür interessieren, wie das eigentlich war, als in Farmsen Gemeinde gegründet wurde.

Eigentlich muss man zur Beantwortung dieser Frage viel weiter zurückgehen, bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schon damals gab es in Farmsen eine Bibelstunde, die seit 1932 im Haus Eckerkoppel 68 stattfand. Dieser musste während der nationalsozialistischen Herrschaft zwar eingestellt werden, trotzdem hat dies für unsere Gemeinde große Bedeutung: Das Haus in der Eckerkoppel 68 ging später in den Besitz der Freien evangelischen Gemeinde über und wurde 1971 das erste Gemeindehaus der FeG Farmsen.

Wie kam es dazu? Gottes Wege sind nicht immer gerade, und so wurden Anfang des Jahres 1971 die Gemeinderäume der FeG Rahlstedt gekündigt, so dass die Gemeinde dort aufgelöst werden musste. Gleichzeitig gab es in der FeG Sasel Überlegungen, auch in Farmsen Gottesdienste zu feiern. Diese Idee wurde von den Saselern vorgestellt, sowohl in der Bibelstunde in Farmsen, die inzwischen, zunächst in der Schule Berner Heerweg, dann erneut in der Eckerkoppel, wieder aufgenommen worden war, als auch auf einer Mitgliederversammlung in Rahlstedt. Dort beschlossen zwar viele, insbesondere jüngere Gemeindemitglieder, zukünftig die Gottesdienste in Horn zu besuchen, viele der Älteren sagten aber zu, zu den Gottesdiensten nach Farmsen zu kommen.

Das Ergebnis war schließlich, das Haus in der Eckerkoppel umzubauen, so dass dort auch Gottesdienste gefeiert werden konnten. Ende 1971 war es so weit, der erste Gottesdienst der FeG Hamburg-Farmsen konnte stattfinden.
Allerdings hatte der alte Gottesdienstraum auch seine Nachteile und Kuriositäten. Er fasste nur etwa 50 Personen, so das man bald Zwischentüren entfernte, um auf den Treppen weitere „Sitzplätze“ zu schaffen. Die Luft war schnell verbraucht, außerdem saß man „über Eck“, so dass der Prediger in seiner Ecke der einzige war, der alle Gottesdienstbesucher sehen konnte. Zu guter Letzt war die Toilettenspülung überdeutlich im Saal zu hören. So wurde, trotz knapper Kasse, 1988 ein großer Schritt im Glauben an die Hilfe durch unseren Gott gewagt: Das Grundstück am Berner Heerweg 60, auf dem heute unser Gemeindehaus steht, wurde gekauft und ein Jahr später das Gemeindehaus darauf fertiggestellt. 2006 wurde dieses Haus dann zu seiner heutigen Form umgebaut. Saal und Untergeschoss wurden erweitert, der Treppenhausturm und die Kindergottesdiensträume im ersten Stock angebaut. Möge Gott uns schenken, dass wir in diesem Haus noch lange Gottesdienste feiern und vom Evangelium erzählen können.

Frank Ruelberg